Gerhard-Berting-Haus – Seniorenheim in Solingen-Wald

Bereits wenn man die freundliche helle Eingangshalle des Hauses betritt, ist eine Wohlfühlatmosphäre spürbar. Am Empfang gibt es eine freundliche Begrüßung, und es wird Hilfe bei eventuellen Fragen angeboten.

In diesem Haus stehen im Mittelpunkt die Interessen, Bedürfnisse und Lebenslagen pflegebedürftiger Menschen. Hier ist ein Ort zum Leben, Wohnen und Wohlfühlen. Eine hohe Lebensqualität der Bewohner ist mit einer Förderung der Motivation, der Kooperation und der Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten und der vielen Ehrenamtler möglich. Die Ehrenamtler übernehmen einen wichtigen Teil der angebotenen Freizeitbeschäftigungen und sind eine wesentliche soziale Komponente für das Haus.

Andrea Peter – Leiterin des Sozialen Dienstes

Andrea Peter

Andrea Peter, Leiterin Sozialer Dienst

 

Zu den vielfältigen Aufgaben von Andrea Peter, Dipl.-Sozialpädagogin und Krankenschwester, gehört seit langer Zeit auch die Betreuung der im Haus aktiven Ehrenamtlichen. Z.Zt. gibt es 16 Ehrenamtler, 7 Männer und 9 Frauen.

Unter Anleitung der Ehrenamtler wird gebastelt, gespielt, gemalt, geraten oder einfach nur geredet usw.

Bewohnerinnen, Bewohner, Ehrenamtler – alle profitieren

Ein Beispiel für eine gelungene Ehrenamtsarbeit: Wer sich für klassische Musik interessiert, findet hier eine Gruppe Gleichgesinnter. Einen pensionierten Musiklehrer konnte Frau Peter als ehrenamtlichen Leiter hierfür gewinnen. Er hat sehr viel Freude an dieser Betätigung, bereitet sich akribisch vor und geht auf die Wünsche der Teilnehmer intensiv ein. Hier wird ganz deutlich, dass nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner große Freude an dieser Gruppe haben, sondern auch, wie der Ehrenamtler hiervon profitiert. Er kann nicht nur seinem Hobby frönen, er kann auch, wie er es ja viele Jahre beruflich tat, Stundeninhalte ausarbeiten und seine Kenntnisse an Interessierte weitergeben und sich mit ihnen austauschen.

Auch sportliche Betätigung unter Beaufsichtigung eines versierten Übungsleiters wird in dem zum Haus gehörenden Sportübungsraum angeboten.

Bei der Einzelbetreuung werden z.B. Spaziergänge unternommen, da sich viele Senioren alleine oft unsicher fühlen. Sie benötigen daher Begleitung.

Die Ehrenamtler haben einen guten Kontakt untereinander; sie treffen sich regelmäßig zu einem von Frau Peter initiierten gemeinsamen Frühstück und tauschen sich dann aus. Vorträge zum Ehrenamt werden angeboten.

Wenn sich Ehrenamtler vorstellen, achtet Frau Peter darauf, sie so einzusetzen, dass sie selbst viel Freude an der Tätigkeit haben und möglichst ihre eigenen Wünsche und Interessen verwirklichen können. Diese positive Grundstimmung wird an die Senioren sicher weiter transportiert.

Ansonsten wird Wert daraufgelegt, dass die Ehrenamtlichen Empathie besitzen, freundlich und achtungsvoll mit den Senioren umgehen und vor allem: auch einmal zuhören können.

Selbst wenig Zeit kann viel Zeit bedeuten

In der Vergangenheit wurde stets in Eigeninitiative nach Ehrenamtlern gesucht. Einige dieser Ehrenamtler sind nun schon seit Jahren im Haus tätig, was für alle Beteiligten immer wieder eine große Freude ist. In letzter Zeit konnte auch SoFrei einige Ehrenamtler erfolgreich vermitteln. Doch es können gar nicht genug sein, und die Bitte lautet nach wie vor:

Wer ein wenig Zeit hat und diese ehrenamtlich stiften möchte, bitte nicht zögern, aktiv werden!

Grundsätzlich gilt hier der Leitsatz: „Wenn man seinem Nächsten einen steilen Berg hinaufhilft, kommt man selbst dem Gipfel näher“ (John C. Cornelius). – Wie wahr!