TelefonSeelsorge Solingen


Von der Gründung bis heute

Die TelefonSeelsorge Solingen wurde 1977 als eingetragener Verein gegründet und wird von der evangelischen und katholischen Kirche unterstützt.

Heute hat die TelefonSeelsorge Solingen als Verein 33 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Verein wird hauptsächlich durch Spenden finanziert.

Die TelefonSeelsorge Solingen ist Tag und Nacht geöffnet. Dies kann nur mit genügend ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistet werden.

Der Auftrag

Den Anrufenden, die sich in verschiedenen Krisensituationen befinden, soll nicht nur Trost gespendet sondern auch Lebensmut wieder gegeben werden. Im gemeinsamen Gespräch sind oftmals Lösungswege ermittelbar.

Die seelsorgerischen Hilfsangebote basieren auf dem biblischen Auftrag der Nächstenliebe.

Die Anonymität

Die Anonymität soll stets gewährt sein. Die Telefonnummern erscheinen nicht auf dem Telefon. Auch die Ehrenamtler, die die Gespräche annehmen, bleiben zu ihrem eigenen Schutz anonym. Natürlich unterliegen auch alle der absoluten Schweigepflicht.

Die Gespräche

Bei der TelefonSeelsorge ehrenamtlich tätig zu sein, ist sicher nicht leicht. Empathie, Verständnis, die Fähigkeit, gut zuhören zu können und manches Mal auch viel innerliche Kraft, um das Gehörte zu verarbeiten und/oder nicht zu sehr an sich selbst heranzulassen, sind einige wichtige Eigenschaften, die die Ehrenamtler hier mitbringen sollten.

Denn die Menschen, die sich an die TelefonSeelsorge wenden, haben oft einen langen Leidensweg hinter sich und erzählen von ihren diversen Problemen und Sorgen. Krankheiten, Schmerzen, Depressionen, Einsamkeit; all das steht im Vordergrund und die Anrufenden sind verzweifelt auf der Suche nach Hilfe. Hier heißt es, gut zuzuhören und zu versuchen, mit dem Hilfesuchenden gemeinsam nach Lösungswegen Ausschau zu halten oder ihm ev. weitere Anlaufstellen zu benennen, die Hilfe für seinen speziellen Fall anbieten könnten.

Wenn ein Mensch in großer Not anruft, weint und kaum einen Ausweg aus seiner Lage sieht, ist es wichtig, durch Zuhören und tröstende Worte erst einmal zu versuchen, ihm während des Gesprächs seinen immensen Druck und seine Verzweiflung ein wenig zu nehmen.

Und wenn dieser Mensch am Ende des Gespräches etwas hoffnungsvoller in die Zukunft schaut, ist dies ein Moment, wo die Ehrenamtler aufatmen und wissen, ihr Einsatz hat sich gelohnt.

Der Weg bis zum Einsatz/der Einsatz

Nach wie vor werden ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht und die TelefonSeelsorge Solingen freut sich sehr, dass im Januar 2019 ein Lehrgang begonnen hat, an dem 11 neue Mitarbeiter teilnehmen. Ein Jahr dauert die Ausbildung. Ca. 1 wöchentlich und etwa 170 Stunden werden die Teilnehmer auf ihre Aufgabe von akademisch geschultem Personal, wie z.B. Psychologen vorbereitet; am Ende werden entsprechende Zertifikate ausgestellt.

Wünschenswert ist es, auch aufgrund der langen Vorbereitungszeit, dass die Ehrenamtler mindestens 3 Jahre ihr Amt ausüben, und zwar 3 x monatlich 4 Stunden; hier sollte auch ein Nachtdienst enthalten sein.

Die Solinger Freiwilligen Agentur hilft gerne bei Interesse mit Vorabinformationen weiter.

Text und Koordination mit der TelefonSeelsorge Solingen: Annette Mjartan